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Thomas hat mit seiner Erbschaft ein Haus gekauft!
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Agnar wurde in Thailand nicht
glücklich Dreimal besuchte Agnar und seine Frau Ragne Thailand. Er war ein gut bezahlter, pensionierter Nordsee- Ölarbeiter. Seine Frau erzählte ihren Freunden daheim von den freundlichen Leuten, der Hilfbereitschaft und den überall lächelnden Gesichter Asiens. Thailand war für das Ehepaar ein Paradies und Traum für einen glücklichen Lebensabend. Bei einer der letzten Reisen wurde Agnar nahezu bedrängt ein Ferienhaus zu kaufen. Während eines Besuch in Thailand trafen sie einen Engländer. Ein Junggeselle der in Thailand wohnte und die Verhältnisse gut kannte. - „Agnar kaufe ein Haus,du mußt dich beeilen, die Preise steigen und die Baustandards sind hoch. Du hast nur Vorteile!“ Agnar kaufte! Das Haus sah auf den Plänen sehr schön aus. Insgesamt sollten fünf kleine Häuser in einer tropischen Gartenanlage mit exotischen Planzen und großem Swimmingpool liegen. Alles für Ausländer reserviert. Das Holzmodell sah wirklich beeindruckend aus. Die Hälfte des Kaufpreis wurde bar bezahlt, hinzu kam noch der Anteil für das Grundstück. Im weiteren Verlauf sollten monatlich in sechs Raten die Restsumme bezahlt werden. So weit kam es jedoch nicht! Nach einigen Monaten besuchten Agnar und seine Frau noch einmal Thailand. Dann hätte das Haus halbfertig sein sollen, aber es ging offensichtlich nur langsam voran. Der Bauunternehmer versicherte, das alles planmässig verlaufe! - „Die Häuser bauen wir sehr schnell, die vorbereitenden Arbeiten sind weit schwieriger“, sagte der klevere Verkäufer. Das Ehepaar fuhr wieder voller Vorfreude heim. Sie kannten einen Engländer, der auch ein Haus gekauft hatte. Er sollte ihr Nachbar werden. Eines Abends rief er das Ehepaar an. Der Engländer war in Thailand und seine Neuheiten waren nicht was sie hören wollten: - „Der Unternehmer hat das Grundstück verloren. Wir als Ausländer dürfen in Thailand nicht Land besitzen, damit haben auch wir kein Grundstück mehr.“ - „Dann bekommen wir unser Geld zurück?“ fragte Agnar. - „Es sieht nicht gut aus! Der Unternehmer ist in Konkurs gegangen und die vorherige Besitzerin des Grundstückes sagt, dass sie mit diesem Geschäft nichts zu tun haben will.“ - „Aber der Anwalt sagte doch, dass da alles in Ordnung wäre“, versuchte sich Agnar mit einem dicken Kloß im Hals. Er kämpfte gegen die Tränen an. - „Er ist kein Anwalt. In Thailand dürfen sich alle Anwalt nennen. Der Titel ist nicht geschützt. Wie gesagt, es sieht sehr schlimm aus!“, sagte der Engländer. Das Ehepaar flog noch einmal nach Thailand, um zu versuchen wenigstens etwas von ihrem Geld zu retten. Sie stiessen allerdings überall auf Unwillen und Unfreundlichkeit. Das vielgerühmte thailändische Lächeln und die Freundlichkeiten waren verflogen. Sie kontaktierten ein richtigen Anwalt. Er wollte gerne helfen. Er war zwar sehr teuer, aber das Ehepaar wollte alles tun, um ihre Investition zu retten. Sie waren der Meinung, dass die thailändische Grundbesitzerin einen Fehler gemacht hätte, als sie das Grundstück an einen Ausländer verkauft hatte. Die Gerichtsverfahren dauerte nur 20 Minuten! Das Urteil: Die Thailänderin, Frau X, hatte nicht gegen die thailändischen Gesetze verstoßen. Ebenso der ausländische Unternehmer, er hatte eine Aktiengesellschaft an der 55% thailändische Staatsbürger als Aktionäre beteiligt waren. Das Ehepaar dagegen hatte gegen die thailändischen Gesetze verstoßen, weil ihre Gesellschaft nur gebildet worden war, um eine Wohnung zu kaufen. Das ist eine Umgehung des Gesetzes und damit widerrechtlich. Der Richter hätte das Ehepaar zu einer Geldstrafe, Gefängnis oder beidem verurteilen können. Da sie die Gesetze nicht kannten und viel Geld verloren hatten, hatte der Richter „Gnade vor Recht“ walten lassen und in diesem Fall das Ehepaar nicht verurteilt. Das bedeutet aber auch, kein Urteil und kein Freispruch. Ende! Der Abschied von Thailand ist ihnen schwergefallen. Alles war verloren, überdies noch 8.500 Euro an Anwaltskosten. Alle Träume waren zerschlagen. Im Flugzeug weinten die beiden. (Aus der Presse) |