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Ein junger Däne hat sein „Glück“ gefunden! |
Thomas in wohlverdienter Rente Seit vier Jahre waren sie nun schon gute Bekannte. Er war damals 58, kein Adonis, aber noch rüstig, aktiv und interessiert und es war sein allererster Aufenthalt in Pattaya. Das Erbe seines Vaters hatte er mit zwei Schwester geteilt, aber trotzdem war ein schönes, ansehnliches Sümmchen übrig geblieben. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nung traf er schon am ersten Tag und in den drei folgenden Wochen sollte sich sein Leben vollkommen verändern. Ihr Körper, diese Augen, das seidene, lange, schwarze Haar und nicht zu vergessen, die gekonnten Aktivitäten, die sie in seinem Hotelzimmer praktizierte. So eine Frau hatte Thomas noch nie in seinem ganzen Dasein erlebt, geschweige denn jeh davon geträumt, das sowas Ausserordentliches Realität werden könnte. Etwas ganz anderes, als diese langweiligen, selbstbestimmten und schwergewichtigen, europäischen Frauen, die er ab und zu getroffen hatte. Es machte ihm nichts aus, als Nung sagte das sie Mutter von zwei jungen Mädchen war. Sie hasste ihren früheren thailändischen Freund. Er war immer besoffen und hatte sie auch oft geprügelt. Die Kinder lebten bei ihrer Mutter. Nung versorgte sie mit Geld - wenn sie einige Baht übrig hatte. - „Ich liebe dich“, sagte sie und legte ihren Arm um seinen Hals. Nach zwei Wochen nahm Nung ihren neuen Freund in ihr Heimatdorf nach Isaarn mit. Er sollte unbedingt ihre Familie kennenlernen. Das kleine Haus lag in einem Dorf in der Nähe von Buriram. Die Gastfreundlichkeit war überschwenglich. Sie wohnte sittsam im Schlafzimmer ihrer Mutter und jeden Abend gab es Thaispezialitäten zum Essen. Wunderbares Essen, dachte sich Thomas. Die netten Nachbarn kamen auch vorbei, um den Farang anzuschauen. Ihre Brüder bestellten die ganze Zeit jede Menge Bier. Selbstverständlich bezahlte Thomas das alles. Alles andere wäre ja auch unschicklich gewesen, ausserdem wollte Thomas auch einen guten Eindruck hinterlassen. Die grosse Goldkette die er Nung gegeben hatte, wurde von allen bestaunt und mit einem Ohoo!!! geehrt. – „Thomas, du bist ein sehr guter Mann“, sagten alle mit einem einnehmenden Lächeln. Bei der Rückreise nach Pattaya wurde die Zukunft geplant, sie machten Heiratspläne. Thomas wollte nicht das Nung in einer Bar arbeiten musste. 25.000 Baht pro Monat wollte er ihr schicken, solange er in Europa war. Das sollte ihr Sicherheit und Unabhängigkeit geben. Nung nahm eine Arbeit als Haushaltshilfe bei einer wohlhabenden Familie in Pattaya an. Die Arbeit war schlecht bezahlt, aber sie machte es ihr möglich etwas Geld zu ihrer Familie nach Buriram zu schicken. Sie waren glücklich. Am Abschiedstag schenkte Thomas ihr ein Handy und viele schöne Kleidungsstücke. Er wollte mit ihr täglich reden können. Es waren trotzdem noch sechs Monate bis zu seinem nächsten Besuch, er vermisste sie jetzt schon! Dreimal jährlich besuchte er Nung in Pattaya. Als 62 jähriger würde er in Rente gehen. Dann würde er ein kleines Haus in Pattaya kaufen und mit Frau und Kinder seinen wohlverdienten Lebensabend verbringen. Bei einem ihrer Telefonate lies ihn Nung wissen, dass sie ein Moped bräuchte. Ihr Arbeitgeber würde verlangen, das sie einkaufen ginge. Thomas bezahlte – warum auch nicht! Er hatte doch so schöne, glückliche Zeiten mit ihr verbracht. Nicht lange daraufhin erzählte sie ihm, dass ihre Schwester sehr krank sei und dringend operiert werden müsste. Am Telefon hatte Nung bitterlich geweint. Schliesslich ging es um ihre liebste Schwester und sie bräuchte 300.000 Baht. Thomas bezahlte, die Schwester gehörte doch zu seiner zukünftigen Familie. Als Thomas in Rente ging ist er aus seiner Mietwohnung in Europa ausgezogen und verkaufte seinen gesamten Hausstand. Er fuhr nach Thailand. Er würde Nung heiraten. Zu dem einzigartigen Ereignis hatten sich alle Dorfbewohner versammelt und es wurde eine Riesenparty gefeiert und alle waren glücklich. Thomas musste Nung’s Eltern, zu deren Ehren, 150.000 Baht Brautgeld bezahlen, so wie die stattliche Rechnung fürs Dorffest. Thomas dachte, na ja, das macht man ja nicht so oft im Leben und holte tief Luft. Das möblierte Haus lag in einem schönen Wohnviertel am Jomtien Beach. Klar, alles bar bezahlt. Drei Millionen Baht!! Einen Wagen hat er auch gekauft. Er, Nung und ihre zwei Töchter zogen in ihr neues Domizil ein. Seine Ersparnisse waren nun weg und so auch die ererbten Euros, aber er hatte ja noch seine Pension. Nung arbeitete jetzt nicht mehr. Es wurde gefeiert und genossen. Nung’s Familie kam von Buriram nach Jomtien und natürlich wurde dieses Ereignis mit einem gebührlichen Fest begangen. Besonders ihre zwei Brüder hatten es genossen. Drei Tage lang sollten die Feierlichkeiten anhalten. Nung’s Familie war gross, mit Erwachsenen und Kindern kamen neun Personen zusammen. Sie schliefen überall verteilt auf dem Boden, in Sofas und Sesseln. Im Schlafzimmer schliefen seine Frau, die Frau eines Bruders und die Schwester. Er schlief damals in der Garage. Dort fand er wenigstens ein bisschen Ruhe. Tagesüber sass er im Garten und sinnierte. Die Brüder benutzten derweil sein Auto für Ausflugs- und Erkundungsfahrten zu Bars, Stränden und anderen Vergnügungsorten. Nung, ihre Schwester und Mutter bekochten die ganze Sippschaft. Nach einer Woche im überfüllten Haus fragte Thomas seine Frau, ob ihre Famile bald wieder heimfahren würden. Eine ausweichende Antwort und ein strenger Blick waren das Resultat. Nach drei Wochen kam es zum Ärger. – „Jetzt ist endgültig Schluss!“ sagte er zu Nung, die ihm ferner und ferner schien. Sie kümmerte sich nur noch um die Familie und liess ihn bis auf wenige Momente, wenn die Haushaltskasse gefüllt werden musste, links liegen. Das Essen und die Getränke kosteten bei weitem viel zuviel Geld. Wenn er ein bisschen mahnend wurde, musste er sich immer öfter anhören „Wenn du mir kein Geld gibts, gehe ich eben zu der Bank und das Haus gehört sowieso mir! Weisst du?!“. Thomas entwickelte schon Hassgefühle gegen dieses sogenannte „Familienleben“. Er schlief in einem billigen Hotel in der Nähe, im Haus hielt er es nicht mehr aus. – „Die Schweine werden bald verschwinden“, hoffte er insgeheim. An einem Nachmittag sass er wiedermal in seinem kleinen Garten. Der älteste Bruder war auf dem Weg das Haus zu verlassen, Gott sei Dank, der Erste! Als er im Aufbruch begriffen war, erschien das Brüderchen in Thomas’ schönstem Anzug gekleidet. Das war zuviel, Thomas explodierte, fasste ihn am Kragen und schrie ihn an, - „Du Schwein, der Anzug gehört mir! Zieh dich gefälligst um.“ Die ganze Famile stand plötzlich da und starrte auf Thomas. - „Ich bin mit Nung verheiratet, ist das klar!“ versuchte Thomas seinen Ausbruch zu rechtfertigen. - „War ich schon seit Jahren, du dummer Farang“, schrie der angebliche „Bruder“! Thomas’ Ehe war natürlich nicht amtlich korrekt durchgeführt worden. Keine Chance für Thomas, die Gesetze in solchen Fällen bevorzugen Thailänder. Thomas hatte alles verloren! Sechs Monate später war Thomas tot. Die letzte Zeit lebte er in einem kleinen Gasthaus in Pattaya. Er hatte versucht sein Schmerz und seine Sorgen in billigem Thai-Whiskey zu ertränken. Wie er starb ist noch unklar, aber viele sind der Meinung, er hat sich zu Tote gesoffen. (Eine von vielen wahren Geschichten. Namen und Orte sind geändert worden) |
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